Die Ausrichtung der Deutschen Verbandsmannschaftsmeisterschaft gehört zu den Höhepunkten der Urmitzer Judokas im Jahr ihres fünfzigjährigen Bestehens. Die Ausrichtung einer nationalen Meisterschaft ist immer etwas ganz Besonderes und das Engagement für behinderte Menschen zeigt der SV Urmitz schon seit Jahren mit seinem integrativen Fest „Sport verbindet“. Festlich geschmückt präsentierte sich dann die Peter Häring Halle am Wettkampftag, als die einzelnen Landesverbände unter dem Beifall der Zuschauer einmarschierten. Die Anwesenheit zahlreicher Prominenten aus Sport und Politik zeigte die Beachtung dieser Veranstaltung. Schade nur, dass sehr wenige Urmitzer die Gelegenheit wahrnahmen, eine Deutsche Meisterschaft direkt vor der Haustür zu erleben. Die Sportler hätten allemal mehr Beachtung verdient.

 

Bereits vor der feierlichen Eröffnung mit offizieller Begrüßung und Nationalhymne standen die ersten Titelträger fest. Lediglich Nordrhein-Westfalen stellte Teams in der Wettkampfklasse I, der wenig gehandicapten Sportler. Die Frauen konnten kampflos den Siegerpokal in Empfang nehmen. Die Männer zeigten in einem Freundschaftskampf gegen ein All-Star-Team verschiedener Verbände, dass ihnen der Titel nur schwer streitig zu machen wäre. In der Wettkampfklasse II ging es bei Männern und Frauen in der Vorrunde zunächst um eine gute Ausgangsposition für die entscheidenden Kämpfe. Wenn man auch im G-Judo Abstriche gegenüber dem Judo der Aktiven machen muss, so machte sich das keineswegs in der Wettkampfatmosphäre bemerkbar. Im Gegenteil: Bereits beim Aufwärmen und bei der Begrüßung war es zuweilen sehr laut. Anfeuerung, Gesänge, Schlachtrufe … die Judokas rissen die ganze Halle mit. Ihre Begeisterung für den Sport, das Kämpfen bis zur Erschöpfung, der Siegeswille und auch der Respekt und die Anerkennung für den Kontrahenten beeindruckten alle. Hier können viele gesunde Judokas tatsächlich noch etwas lernen.

 

Natürlich steht bei einer Deutschen Meisterschaft der Sport im Mittelpunkt und tolles Judo gab es auch zu sehen. Spannende Kämpfe mit wechselnder Führung, spektakuläre Techniken, enttäuschende Niederlagen und überraschende Siege. Dem fachkundigen Zuschauer wurde alles geboten. Die Gastgeber drückten natürlich den Teams aus Rheinland-Pfalz die Daumen. Für einige dieser Judokas war es fast ein Heimspiel, da sie die Halle von den Teilnahmen an „Sport verbindet“ gut kennen. Zur Freude der heimischen Zuschauer durften beide Teams, sowohl das der Frauen, als auch das der Männer, vor der Finalrunde von Medaillen träumen.

 

Die Cheerleader des SV Urmitz heizten die Stimmung vor den Finalkämpfen noch mal so richtig auf. Dann ging es auf der Matte um die Medaillen. Die Frauen aus Rheinland-Pfalz mussten in ihrem Halbfinalkampf eine deutliche Klatsche von Bayern einstecken, freuten sich aber riesig über die erkämpfte Bronze-Medaille. Im Finale musste dann Bayern gegen das Team aus Hessen auf die Matte. Es entwickelte sich ein dramatischer Kampf. Die Spannung war förmlich zu greifen. Nach einem Unentschieden konnten beide jeweils zwei Einzelkämpfe gewinnen. Somit stand es am Ende 2:2 . Die Unterbewertung musste entscheiden. Hier ergab sich ein kleiner Vorteil für die Damen aus dem Süden, die hier mit 20:15 vorne lagen. Folglich ging der Titel unter großem Jubel nach Bayern. Vizemeister Hessen akzeptierte diese knappe Entscheidung sportlich war zurecht stolz auf die Silbermedaille.

 

Bei den Herren ging es deutlicher zu. Auch hier griff ein Team aus Bayern nach Gold. Gegen Nordrhein-Westfalen standen gerieten sie schnell und schließlich uneinholbar in Rückstand. Das Team aus dem nördlichen Nachbarland legte zum 3:0 vor und stand damit bereits als Meister fest. Bayern verkürzte noch auf 2:3. Damit wurde Nordrhein-Westfalen Deutscher Meister. Die Herren aus dem gastgebenden Verband Rheinland unterlagen im Kampf um Bronze dem Team aus Baden-Württemberg mit 1:4 und musste sich so mit dem vierten Rang begnügen.

 

In der Galerie gibt es einige Impressionen vom Wettkampf.

 

 

 

 

 

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